Turn- und Sportverein Büsum e.V.

 
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Die Chronik des TSV Büsum

 

Turn- und Sportverein Büsum (TSV) – früher und heute

Aus den Anfängen der „Büsumer Turnerschaft“ berichten die „Büsumer Nachrichten“ am 12. April 1922:

„Ein „Wagen“ bedeutete es, als im Jahr 1892 am 1. Mai von M. F. Clausen die Anregung ausging, einen Turnverein ins Leben zu rufen, der am 8. Mai sich unter dem Namen „Büsumer Turnerschaft“ bildete mit einer Mitgliedzahl von 25 Turnern. Der damalige Vorstand: M. F. Clausen, Fr. Brammers, J. Fischer, W. Harding und E. Böge hatten wahrlich keine leichte Aufgabe, die junge Pflanze zur Entwicklung zu bringen. Schon die Beschaffung eines geeigneten Übungsraumes machte Schwierigkeiten, weil Herr Nolob von Hotel „Nordseebad“ dem Verein die Aufnahme verweigerte, der dann in „Stadt Hamburg“ Unterkunft fand. Mit den einfachsten Geräten 1 Reck, das Herr Heyne zur Verfügung stellte, und ein Sprunggestell nahm man wagemutig den Betrieb auf. Durch die Opferfreudigkeit der Mitglieder konnten bald 20 Eisenstäbe, 1 Paar Ringe und 1 eiserne Reckstange beschafft werden. Im Laufe des Jahres schied der Kassenwart Fischer aus, an dessen Stelle Ad. Siegfried trat. Bereits Weihnachten 1892 konnte sich der junge Verein der Öffentlichkeit durch ein Schauturnen vorstellen und gewann manchen bisher abseits stehenden Freund, sodass die Mitgliederanzahl auf 35 anwuchs. Nach Ablauf des ersten Geschäftsjahres wurden in den Turnrat gewählt: M. F. Clausen, L. Lorenzen, G. Gardels, W. Siedenberg, E. Böge. Der Besuch eines Turnfestes in Wesselburen am 16.07. brachte den gegenbesuch des Wesselburener Vereins zu einem Schauturnen am 24.07.1893. Inzwischen wurde der Gerätebestand um 1 Pfad, 1 Reck, und 2 Dtz. Hanteln ergänzt. Um sich einen guten Nachwuchs zu sichern, übernahm E. Böge die Einrichtung einer Altersriege. Das Jahr 1894 brachte zwei neue Männer in den Vorstand Ad. ?????? als Vorturner für das Geräteturnen und O. Both als solcher für Freiübungen. Die folgenden Zeiten sind Zeiten der Kinderkrankheiten mit ihren Krisen, wie sie jede Organisation durchzumachen hat und damit verbunden war ein manigfaltiger Wechsel in der Vereinsleitung. Trotzdem unternahm der Verein unter Clausens Leitung eine Turnfahrt nach Albersdorf und beschaffte sich eine Fahne, deren Einweihung am 05.08.1894 unter Beteiligung der Nachbarvereine stattfand. Leider wurde die Fahne bei dem Brand in der Veranda des „Bahnhof-Hotel“ vernichtet. Im Juni des Jahres 1895 nahm der Verein an der Einweihungsfeier des Kaiser-Wilhelm-Kanals teil. In den folgenden Jahren bis 1900 ruhte der Turnbetrieb teilweise gänzlich. Auch die folgenden Jahre unter der Vereinsführung Jürgen Suhls konnten den gewünschten Aufstieg nicht bringen, sodass am 09.10.06 beschlossen werden musste, den Verein endgültig ruhen lassen. In diesem Protokoll wird besonders erwähnt, dass die Gebrüder I. und F. Lauenburg bis zuletzt ein reges Interesse am Verein gezeigt haben. Am 15.04.07 schien der Verein sich neu beleben zu wollen, indem sich 16 junge Leute zum Beitritt meldeten, aber erst 1910 durch Übernahme der Vereinsgeschäfte durch W. Mansfeld erfährt der Verein mit kurzen Unterbrechungen eine Neubelebung. Gelegentlich der 20jährigen Stiftungsfeier wird der Gründer des Vereins für seine unermüdliche Arbeit im Interesse der deutschen Turnerschaft am Tage seiner silbernen Hochzeit zum Ehrenvorsitzenden des Vereins ernannt und ihm hierüber eine Urkunde Überreicht. Das Jahr brachte neues Leben und neues Schaffen. Der Verein beteiligt sich wieder an den Veranstaltungen des Gaues und hielt ein größeres Schauturnen ab. An Stelle des Turnwartes R. Clausen, der Büsum verließ, wurde M. Thiessen gewählt. Am 2. Pfingsttage fand die Einweihung der neuen Fahne statt, zu der Probst Heesch die Weihrede hielt. Hieran schloss sich ein Schauturnen der auswärtigen Vereine an. Als besonders wichtig muß für dies Jahr die Einweihung des Marktplatzes als öffentlicher Sport- und Spielplatz unter dem Namen Kaiser-Wilhelm-Platz (14. Juni) durch den Amtsvorsteher Johannsen erwähnt werden. Da der Platz den heutigen Verhältnissen nicht mehr genügte, mußte er im März als solcher aufgehoben werden.

Seit Oktober 1913 ist der Jugendverein „Treue“ der Büsumer Turnerschaft angeschlossen.... 1914 wurde die Anschaffung neuer Vereinsabzeichen beschlossen. Weiter konnten 20 Keulen und 50 Stäbe beschafft werden. Dazu wurde im Februar ein Pfeiffer- und Trommlerkorps ins Leben gerufen. Eine Neubelebung erfährt der Verein durch die Damenriege, der 33 Damen beitreten. Dazu bildet sich bald danach eine Altersriege von Männern über 30 Jahren. Im Mai konnte sich der Verein ein eisernes, transportables Reck verschaffen und im Juni auf Grund eifriger Übung sich am Gauturnfest in Albersdorf mit 16 Turnern, worunter 4 Wetturner waren, beteiligen. So berechtigte der Turnbetrieb zu den schönsten Hoffnungen, als der Weltkrieg ausbrach und gleich 13 Mitglieder zur Fahne rief, was natürlich hemmend auf die weitere Entwicklung des Vereins wirkte. Wegen Einberufung des 1. Sprechwarts übnimmt vorläufig der 2. Sprechwart die Leitung. Es scheint fast als ob der Eifer in der Damenabteilung den Verlust in der Männerabteilung ersetzen könnte. Doch wegen Einberufung weiterer Mitglieder läßt der Turnbetrieb mehr und mehrnach, sodaß er von 1916 ab vorläufig ruhen mußte. Während dieser Zeit wird der im Felde stehenden Turnerbrüder durch häufige Sendung von Liebesgaben gedacht. Auf dem Felde sind 17 Turner gefallen, 3 Mitglieder gerieten in Gefangenschaft und 2 gelten als vermisst. Die erste Hauptversammlung des Jahres 1919 galt der Begrüßung der aus dem Felde heimkehrenden Mitglieder, die 2. brachte die Beratung und Annahme der neuen Satzungen, sodaß Ende Januar der regelmäßige Turnbetrieb neu aufgenommen werden konnte. Das erneute rege Interesse zeigte sich bald bei den Mitgliedern, sodaß in dem nächsten Jahr zur Gauturnfahrt und zum Gauspielfest unser Verein die größte Teilnehmerzahl aller auswärtigen Vereine aufzuweisen hatte.

Von dem Gauturnfest in Marne am 20. und 21. Juni 1919 kehrten Koop, Ruhde, G. Ick, Schlichtung, Frl. H. Thiessen, Frl. M. Gieseler und Frl. M. Icke als Sieger heim und die Damenriege erhielt den 1. Preis im Riegenturnen. Auf dem Gauspielfest in Lunden am 03.09. d. J. wurden die Wetturner E. Maack, W. Dose, N. Dyhrsen, D. Holm, H. Holm, P. Koop, F. Anker und der jugendliche  Th. Kranzsieger. Seit 1920 scheint das jährliche Kirchspiels-Turn- und Spielfest mehr und mehr Anklang zu finden und ist der Verein wohl bestrebt, dasselbe durch weitere Veranstaltungen fruchtbringender zu gestalten. Eine besondere Ehre wurde dem Verein dadurch zu teil, dass ihm die Aufführung des Schwerttanzes auf dem Bauerntag in Rendsburg übertragen wurde, der mit großem Beifall aufgenommen wurde. Auf dem Kierchspielsturnfest am 17. Juni 1921 siegte beim Mannschaftskampf im Tauziehen und Eilbotenlauf Büsum, während Westerdeichstrich im Boßeln den Sieg davontrug...... Auf allen Gebieten des Turnens zeigt sich eine Verjüngung anstelle der durch den Weltkrieg schwer betroffenen Männerabteilung. Die Schwere des Daseinskampfes läßt die meisten Mitglieder der Altersriege vom Turnplatz fern bleiben, zumal der Mangel eines geeigneten Turnraums sich für sie besonders bemerkbar macht. Der Verein geht in das 4. Dezennium mit Vertrauen und ist überzeugt, daß seine Jungturner- und turnerinnen mit zuerst den Taumel, die Vergnügungssucht, den Drang nach leicht erlangbaren und darum wertlosen Dingen überwinden und zu Jünglingen und Jungfrauen heranreifen werden, wie Vater Jahn sie erziehen wollte und wie unsere Zeit und unseres Volkes Zukunft sie noch vielmal nötiger braucht als die seinige. Es ist erstaunlich, wie mutig unsere Turner allerorten in dieser schweren Zeit den Bau von Hallen und die Herstellung von Plätzen in die Hand nehmen.

Es gehört aber zu solchen Taten viel Vereinsliebe seitens der Mitglieder und ein gut Teil Entgegenkommen der Gemeinden. Was anderwärts möglich ist, sollte das hier in Büsum ins Reich der Unmöglichkeiten gehören?“

Der TSV Büsum 1986

Nach dem 2. Weltkrieg war es vor allem der Fußball, der den Sport zur beliebtesten Freizeitgestaltung machte. Neue Sportanlagen entstanden. Statt des heutigen ZOB, wo nach 1933 sich der Sportplatz befand, baute man bei der Volksschule neue Sportanlagen. Seit 1972 erfreut ein Modernes Sportstadion mit Kegel- und Squashhalle sowie Sportkasino im Rosengrund die zahlreichen Sportler. Das Schulzentrum verfügt über eine Turnhalle und eine Mehrzweckhalle mit Schießständen, das Nordsee-Gymnasium über eine Großturnhalle und eine Gymnastikhalle, die alle auch dem TSV als Übungsstätte zur Verfügung stehen.
1986 hatte der TSV 1258 aktive und passive Mitglieder, die sich auf folgenden Sparten verteilten (dabei Doppelzählung, da Mitglieder in mehreren Sparten):

Badminton  = 86 Mitglieder
Basketball  = 13 Mitglieder
Fußball  = 337 Mitglieder
Handball  = 213 Mitglieder
Judo und Karate = 18 Mitglieder
Leichtathletik  = 14 Mitglieder
Schützen  = 145 Mitglieder
Schwimmen  = 32 Mitglieder
Tischtennis  = 36 Mitglieder
Turnen   = 443 Mitglieder
Volleyball  = 48 Mitglieder

Die Badmintonsparte besteht aus vier Mannschaften verschiedener Alterklassen, wobei Susanne Montag und Olaf Thies Landessieger 1986 wurden. Die Büsumer waren bei der Freizeit des Deutschen Badmintonverbandes in Mülheim dabei.
Die Fußballsparte mit ihrem Obmann Volker Johann konnte die meisten Wettkampfgruppen stellen. Die 1. Herrenmannschaft spielte in der Landesliga und errang mit ihrem TrainerKurt Ußpelkat den 2. Tabellenplatz. Auch über die Spiele der Reserve und der Altliga informierte die neue Stadionzeitung.
Erfreulich sind die Aktivitäten der Jugendmannschaften. Fünf Mannschaften nahmen an Bezirks- und Kreismeisterschaftsrundenteil. Der Einsatz der Trainer und Betreuer ist vorbildlich. Die Trainer waren 1986 in der Jugend A Günter Santjer, Hermann Bautz und Hermann Jürgen Dau, bei der Jugend B Wolfgang Rohwedder, bei der Jugend C Klaus Lütje und Udo Klopstein. Die Jugend D Betreut Heinz-Werner Wilms, die Jugend E und F Wilhelm Jensen.

 

 

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